Trauer und Bestürzung über die Anschläge in Neuseeland

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Barmherzigen

Gestern Morgen wurde die Welt mit der Nachricht des Anschlags auf zwei Moscheen in Christchurch/ Neuseeland erschüttert. Ein entsetzlicher Terrorakt gegen betende Gläubige hat sich dort ereignet und zum Tod von mehr als 40 Menschen und vielen anderen teils Schwerverletzten geführt.

Diese Nachricht erfüllt unsere Herzen mit Trauer und Entsetzen. Trotz der Tatsache, dass es in den vergangenen Jahren  Übergriffe und terroristische Akte gegen Muslime gab, wie im Fall von Marwa El-Sherbini, die am 01.07.2009 in Dresden gewaltsam ermordet wurde oder als am 10.02.2015 in Chapel Hill/USA drei muslimische Studenten von ihrem rechtsextremen Nachbarn kaltblütig ermordet wurden oder dem Vorfall in Quebec in Kanada am 29.01.2017, wo ebenfalls muslimische Gläubige während ihres Gebetes in der Moschee angegriffen wurden und insgesamt sechs Todesopfer zu beklagen waren – so ist das Ausmaß des heutigen Attentates um ein Vielfaches größer. Dutzende Tote und Verletzte und verunsicherte Muslime, nicht nur in Neuseeland, sondern weltweit und eine Tat, die Nachahmer animieren könnte, sind das Resultat dieses Verbrechens.

Niemand hat das Recht über Menschen aufgrund ihres Glaubens zu richten, geschweige denn sie anzugreifen oder gar zu töten. Wir rufen unsere Gesellschaft dazu auf, ein Zeichen gegen Hass und Terror zu setzen und diesen Terroristen zu zeigen, dass wir als Gesellschaft zusammenstehen und es niemals zulassen, dass eine religiöse, politische oder gesellschaftliche Minderheit ins Abseits gestellt wird und das Gefühl der Sicherheit verliert.

Wir bitten Allah, den Allerbarmer, dass Er gnädig ist mit den Todesopfern und sie in die höchsten Stufen des Paradieses eintreten lässt. Wir bitten Ihn, dass Er den Verletzten eine schnelle Genesung schenkt und dass Er den Angehörigen der Opfer beisteht.

Wir gehören Allah und zu Ihm kehren wir zurück.

Aachen, 16.03.2019