Das Monatsseminar im April

Liebe Geschwister und Freunde

Assalamu alaikum wa rahmatullahi wa barakatuh,

Als Muslime in Deutschland leben wir als eine Minderheit in einem Land und sind gelegentlich mit einer Diskrepanz zwischen den eigenen Kultur- und Wertevorstellungen und der unseres gesellschaftlichen Umfelds konfrontiert.

Betrachtet man die Muslime, so wird deutlich, dass wir sehr unterschiedlich auf diese Situation reagieren und es stellt sich die Frage, wie wir mit dieser Lebenssituation umgehen und wie unsere Rolle in dieser Gesellschaft aussehen sollte?

Wir haben daher unseren geschätzten Bruder Scheikh Ferid Heider (Imam aus Berlin) als Referent mit folgender Fragestellung zu diesem Thema zum Monatsseminar eingeladen:

Muslime in der Gesellschaft – isolieren oder mitgestalten?“

Wir freuen uns euch am Samstag, den 29.04.2017 um 18:00 Uhr im Seminarraum des Islamischen Zentrums Aachen, empfangen zu dürfen.

Jeder ist willkommen (Schwestern und Brüder, Muslime und Nichtmuslime) und darf sich gerne auch an der Diskussion beteiligen.

 

Euer zahlreiches Erscheinen bereitet uns eine Freude!

Das IZA Seminare- Team”

 

 

Wortlaut der Freitagspredigt vom 14.04.2017 (Bruder Adnan Nakdali)

Gepriesen sei Allah der Erhabene, und Allahs Segen und Frieden seien auf Seinen Propheten Muhammad.

 

Verehrte Brüder und Schwestern,

der Hadith- Gelehrte Muslim überliefert in seinem Werk folgenden Hadith:

Sufyan ibn ´Abdullah (r) berichtet: „Ich sagte zum Gesandten Allahs (sAws):

O Gesandter Allahs, gib mir einen Rat im Islam, nach dem ich niemanden außer Dir fragen kann!

Der Prophet antwortete:

((Sprich: Ich glaube an Allah. Und sei dann rechtschaffend.))

 

Eine wichtige Frage, bei der man in der Regel eine lange Antwort erwartet. Doch der Gesandte Allahs (sAws) beließ bei dieser kurzen knappen und dennoch vollständigen Antwort.

Lerne Allah kennen und glaube an Ihn.

Derjenige, der Allah kennt, ist auch der, der rechtschaffend sein kann und dem geraden Weg folgen kann.

Wortlaut der Freitagspredigt vom 10.02.2017 (Bruder Adnan Nakdali)

Liebe Geschwister,

Ist es denn nicht so, dass wir alle nach Freunde verlangen, die Glücksgefühle jagen?

Arm, reich, Gelehrter oder Student, alle sind sie auf der Suche.

Das Bedürfnis nach Glück ist in jedem von uns verwurzelt. Es ist kaum vorstellbar, dass wir jemanden finden der sich nach Unglück sehnt.

Die Herausforderung liegt jedoch im Verständnis von Glück und Freude und der Suche danach. Jemand der nach Perlen in der Wüste sucht, der wird lange suchen und das Ziel bleibt ungewiss. So ist es auch mit der Freude.

Wenn man nach ihr sucht an Orten, an denen sie nicht zu finden ist, wird man weiter nach Erfüllung dürsten.

Wenn wir über die Glück sprechen, dann meinen wir die wahre Freude.

Diese findet sich nicht in Reichtum oder in Macht, noch stillen Wissen und Nachkommen den Durst.- Natürlich muss man sich eingestehen, dass Reichtum uns Menschen erfreut und ihn zu einem gewissen Teil befriedigt. Selbst der Gesandte Allahs hat dies erwähnt, jedoch hat er uns auf die Vergänglichkeit dieser Freuden hingewiesen.

So ist der Durst des Menschen nach Glück kurz gestillt, doch er wird wiederkehren.

Wortlaut der Freitagspredigt vom 03.02.2017 (Bruder Adnan Nakdali)

Alles Lob gehört Allah dem Erhabenen. Allahs Segen und Frieden seien auf Seinen Propheten Muhammad, seinen Gefährten und seiner Sippe.

Verehrte Brüder und Schwestern,

in der vergangenen Khutba haben wir angefangen über die Methoden des Korans in der Erziehung des Menschen zu sprechen.

Dabei haben wir zwei dieser Methoden genannt:

Die erste war, dass der Islam dem Menschen von Anfang an vermittelte, dass jeder Mensch eine Würde hat. Das in der arabischen Gesellschaft weit verbreitete Verständnis der Klassengesellschaft hat der Koran abgeschafft mit den Worten: ((Und Wir haben ja die Kinder Adams geehrt;…)) (17:70) und ((Wir haben den Menschen ja in schönster Gestaltung erschaffen, (4))) (95:4)

Vorbei war Bevorzugung der Rassen und Klassen. Von nun an sollten alle Menschen gleich sein. Das einzige was sie unterscheidet ist ihre Gottesfurcht. Und auf die hat nur Allah Einsicht. Deshalb waren auch die ersten Anhänger des Islams die Armen und Benachteiligten. Da sie erkannten, dass diese Religion sie ehrt und ihnen ihren Platz in der Gesellschaft gibt.

Aber nicht jeder von den Armen und Unterdrückten haben dies erkannt. Es gab auch unter diesen Menschen Leute, die es bevorzugt haben in der Unterdrückung zu bleiben, als sich mit dem Islam zu befreien. Weil sie dachten, dass Freiheit und Ehre materielles Gut sind.

Erlaubt mir euch zwei gegensätzliche Beispiele zu nennen: