Bestürzung und Verurteilung des Attentats in Halle (Saale)

Am gestrigen Tag wurde ein Gewaltverbrechen verübt, dem zwei unschuldige Menschen zum Opfer fielen. Aus rechtsextremistischen und antisemitischen Motiven versuchte der Attentäter zunächst in eine Synagoge einzudringen, in der ein Gottesdienst stattfand. Glücklicherweise scheiterte er damit. Dennoch tötete er zwei Menschen, verletzte andere teilweise schwer und warf einen Sprengsatz in einen Dönerimbiss. Das Ausmaß dieser Attacke hätte noch viel verheerender sein können.

Diese Entwicklung erfüllt uns mit Bestürzung. Wir verurteilen dieses Attentat aufs Schärfste und trauern mit den Angehörigen der Todesopfer.

Jeder Mensch soll sich sicher fühlen dürfen in seiner Stadt, in seinem Heim und vor allem an seinem Gebetsort.

Wir rufen jeden einzelnen unserer zivilen Gesellschaft dazu auf ein Zeichen gegen Terror jedweder Motivation zu setzen. Wir dürfen nicht zulassen, dass solche Vorfälle das Für- und Miteinander gefährden und Menschen gegeneinander aufbringen.

Möge Gott den Angehörigen beistehen und den Verletzten eine schnelle und vollständige Genesung schenken.

Aachen, 10.10.2019